Azure Sky Travel Ltd., Yangon, Myanmar English web site  
   


Start
Ueber uns
Myanmar Fakten & Info
Myanmars Geschichte
Sehenswuerdigkeiten
Visa, Zoll & Einreise
Unsere Touren
Flusskreuzfahrten
Unsere Konditionen
Unsere Specials
Umweltschutz
Soziale Aktivitaeten
Kontaktieren Sie uns

 


Bereits im 3. vorchristlichen Jahrhundert entsandte der buddhistische indische Kaiser Ashoka Missionare ins "Goldene Land
" Suvannabhumi. Dessen Einwohner waren vermutlich Mon, ein mit den Khmer verwandtes Volk, das seinerzeit auch große Gebiete Thailands beherrschte. Die Mon waren vermutlich in Stadtstaaten organisiert, die nach und nach die buddhistische Lehre annahmen. Einige dieser Staaten, wie z. B. Dvaravati (im heutigen Thailand) und Thaton (westlich von Mawlamyine) besaßen erheblichen Einfluß.

Etwa zur gleichen Zeit waren im Becken des Ayeyarwaddy-Flusses
verschiedene Staaten der Pyu entstanden, die vermutlich mit den ethnischen Birmanen eng verwandt waren.


Auch die Pyu kannten bereits den Buddhismus; daneben praktizierten sie, wie wohl auch die Mon, noch andere Glaubensrichtungen wie Hinduismus, usw. Der letzte große Staat der Pyu (Sriksetra/Tharekittaya) ging im 9. Jahrhundert A.D. unter.

Im Norden des Landes waren mittlerweile Stammesverbände der ethnischen Birmanen eingewandert. Zusammen mit den Pyu-Flüchtlingen gründeten sie wahrscheinlich im 9. Jahrhundert den Stadtstaat Bagan.     


Aus bescheidenen Anfängen entwickelte sich dieser Staat gegen Mitte des 10. Jahrhunderts unter seinem energischen König Anawrahta zu einer Großmacht, die in etwa das Gebiet des heutigen Myanmar beherrschte. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts brach der Staat von Bagan unter den Schlägen der Mongolen zusammen. Die Ruinen von Bagan legen noch heute beredtes Zeugnis der einstigen Bedeutung dieses Staates ab.

Die folgenden 200 Jahre sahen eine Zersplitterung des Landes in verschiedene Machtzentren. Erst im 16. Jahrhundert gelang es dem birmanischen König Bayinnaung, wieder ganz Myanmar unter seine Kontrolle zu bringen, daneben eroberte der König auch weite Teile des heutigen Thailand. Seine besondere Sorge galt der Überwindung des jahrhundertalten Gegensatzes zwischen Burmesen und Mon.

Der König verlegte daher seine Hauptstadt in die alte Mon-Metropole Bago (Pegu). Unter seinen Nachfolgern verfiel jedoch die burmesische Macht zusehends und die Könige verlegten ihren Sitz in die alte Hauptstadt Ava. Gegen Mitte des 18. Jahrhunderts war die Macht der Könige so weit geschwunden, daß die Mon fast ganz Burma unter ihre Kontrolle bringen konnten.
Erst König Alaungpaya vermochte ab 1752 die burmesische Macht wiederaufzurichten. In einem beispiellosen Siegeszug drang er bis ins Herzland der Mon vor und beendete damit die jahrhundertealte Rivalität zwischen den beiden Völkern. Der Name der Hauptstadt Yangon bedeutet 'Ende der Feinde' und tatsächlich haben die Mon sich bis auf den heutigen Tag nicht mehr von der ihnen damals zugefügten Niederlage erholen können: Ihre Hauptstadt Bago wurde in Schutt und Asche gelegt und hat bis zum heutigen Tage ihre alte Bedeutung nicht wiedererlangt.

Die Nachfolger Alaungpayas vergrößerten das Reich nach Kräften. 1767 fiel gar Ayutthaya, die Hauptstadt des alten Rivalen Siam, den Burmesen in die Hände und wurde furchtbar zerstört. Einige Jahre später eroberten die Burmesen das an Bengalen angrenzende Königreich Rakhine. Dadurch wurde der Keim des Zerfalls gelegt: Das burmesische Reich war Nachbar der British East India Company bzw. später des Britischen Empire geworden.



Bald kam es zu Konflikten zwischen den beiden Mächten. In drei Kriegen verlor Burma zuerst Teile seines Territoriums an Großbritannien und schließlich 1885 seine Unabhängigkeit: Burma wurde Teil von Britisch-Indien. Die Burmesen konnten sich mit der Besetzung ihres Landes niemals abfinden und es kam regelmäßig zu Aufständen gegen die britische Herrschaft.

In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts gelang es den burmesischen Nationalisten, die Loslösung Burmas von Indien zu erreichen - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur angestrebten Unabhängigkeit des Landes.


Dieser Prozeß wurde mit der Besetzung des Landes durch die Japaner im Jahre 1942 stark beschleunigt. Unter den Staaten Südostasien litt Burma wohl am meisten unter dem Krieg, die Infrastruktur des Landes wurde weitgehend zerstört. 1945 eroberten die Briten ihre alte Kolonie zurück, aber es war klar, dass das Zeitalter des Kolonialismus vorüber war.

Am 4. Januar 1948 erhielt Burma seine Unabhängigkeit von Großbritannien. Zum großen Unglück des Landes war der 'Vater der Unabhängigkeit', General Aung San, kurz vorher von einem politischen Rivalen ermordet worden. Das Land stürzte in einen verheerenden Bürgerkrieg; der schwache Präsident U Nu war nie in der Lage, ihm die so nötige Stabilität zu geben.    


1962 übernahm des Militär unter General Ne Win die Macht und führte das Land auf den Weg zum 'Burmesischen Sozialismus', der sich als Sackgasse erwies. Das Land verelendete immer mehr und es kam des öfteren zu Unruhen, die sich 1988 zu einem Volksaufstand ausweiteten.

Die alte Regierung trat zurück, aber das Militär blieb an dem Schalthebeln der Macht: Der "Staatsrat für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung" (SLORC) übernahm die Führung des Landes und versprach freie Wahlen im Jahre 1990. Diese fanden zwar statt, aber die gewählte Regierung der oppositionellen "Nationalen Liga für Demokratie" (NLD) bekam bisher keine Gelegenheit, ihr Mandat auszuüben.


Bis zum November 2010 wurde das Land, dessen offizieller Name seit Anfang der 90er Jahre 'Myanmar' lautet, vom Militär kontrolliert. Die Tatsache, dass die Regierung 1997 ihren Namen in 'Staatsrat für Frieden und Fortschritt' umbenannte, wies schon darauf hin, daß das Militär seinen Auftrag noch nicht als erfüllt ansah...

Wie immer man der Militärregierung auch gegenüberstehen mag, es ist nicht von der Hand zu weisen, daß in den letzten 20 Jahren etliches für die Infrastruktur des Landes getan wurde. Auch ist ein gewisser Wille, das Land fremden Einflüssen zu öffnen, unverkennbar.
Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, aber Myanmar ist wohl eines der sichersten Länder der Welt, wenn es um die Belange von Touristen geht.

Zurueck zur Spitze

© 2008 Axel Bruns